Nach verstundetem Tag

Im Alleine schwelgt der Wahnsinnige nach verstundetem Tag und beobachtet seine Nieten und Ösen, die ihn an die wohlgeformten Runden binden. Auf aufaufgekratztem Grau schimmert er sich wund und schimmelt im Warten auf fassähnliche Mitmenschlichkeit, nie ausweichend, bloß niederberstig rollend und irischen Fäusten Raum gebend. Sein Blick und alle anderen Folgenden wandern nicht und folgen eigentlich auch nicht, sie werden gewandert, ziehen ratlos eingerastet ihre Binden und forsten im alpinen Geschlechterzapf hahnend alles wieder, sprüchlich dennoch wieder. Dazu gibt ein nicht einziges Sprichwort, nicht einmal dieses, eine Hand, die eine andere hebt, als Zeichen und als Wort für Hilfe. Türkisener Abend bricht aus den wahnsinnigen Fingernägeln und knödelt jede kräftige Frau und jeden mutterschwachen Mann, wirbelt Penisse und Scheiden, Brüste und Hintern als Geschlechtslose durch den allesformenden Wind und verweht sich. Der Hintern mit dem rosettigen Loch dazwischen schwemmt sich als primäres Geschlecht all jener in den Habitus, die über ein Geschlecht verfügen wollen. Alles andere tilgt sich in einem schlingenden Gähnen. Im Alleine schwelgt der Wahnsinnige nach verstundetem Tag und beobachtet seine Nieten und Ösen und bemerkt, dass es nicht die seinen sind.

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