Kurzer Gedanke zum Glück

Ich frage und zer­streue mich oft, in wie weit sich mein Ver­ständ­nis und Empfinden von Glück verän­dert hätte, wären da nicht all die Kul­tur, all die Geschichten und Erzäh­lun­gen vom Glück. Wenn man bloß auf die Gen­er­a­tio­nen von Men­schen vor einem selbst hört und achtet, die in ihren Erzäh­lun­gen Glück und Unglück einze­men­tieren in starre For­men und klare Abläufe, wird man immer glück­licher sein wollen, als möglich ist. Ein Mit­bringsel dieser uneige­nen Welt ist wohl, dass das Glück zwangsläu­fig das Unglück als Gegen­pol mitschleppt. Wenn man glück­lich ist, wartet man deshalb oft schon von Anfang an den Schwenk ins Unglück ab. Hat man über­haupt noch eine eigene Wahrnehmung von diesen Din­gen, oder ist Glück, was als Glück im Wörter­buch definiert steht? Würde man ohne das Wis­sen von diesen vorgelebten Glücks– und Unglücks­geschehnis­sen eben diese nicht viel unbeküm­merter hin­nehmen kön­nen und tat­säch­lich glück­lich (und unglück­lich?) sein? Wäre es denn nicht eine Bere­icherung, nichts davon zu erfahren?

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17 Gedanken zu “

  1. Sich definieren über Erfahrungsmomente Dritter? Da bliebe noch viel Luft nach oben, die eigene Leere, wie postuliert, mit selbsterfahrenem Glück zu füllen. NIcht Glas sein, sondern es füllende Lebendigkeit … 🙂

  2. Als könnte man in der Schule lernen, was Glück zu sein hat. Wir schleppen die Vor-stellungen darüber von Gernarationen mit uns durchs Leben.

    Wer Glück erwartet, bekommt nur einen Abklatsch davon.
    NIcht Glas sein, sondern es füllende Lebendigkeit … 🙂 …
    Dieser Satz gefällt mir sehr gut.

  3. Mein Glück war es so eben mal deine Seite hier zu finden, da ich deinen Blog hier interessant finde. So, dass ich gerne von nun ab folge, um beim nächsten Mal weiter zu lesen. Darf ich?

    Meine Art des Glücklichseins ist einfach die, dass ich meine Erwartungshaltung auf mein Leben abstimme und dann ist es ganz einfach, sein Glück zu finden, wenn man nur die Augen weit genug öffnet und sich auch an den ganz kleinen Dingen erfreuen kann. Jeden Tag finde ich so einen neuen Grund, Glück zu empfinden 😉
    Wünsche dir zunächst für heute noch einen schönen Restabend und lasse dir ein kleines Schüppchen voll Glück hier und verabschiede mich mit einem freundlichen Winken in deine Richtung 😉
    Heike

    • Liebe Heike,

      danke für deine lieben Worte! Es ist immer schön, jemandem Glück zu bereiten 🙂
      Du darfst mir sehr sehr gerne folgen, auch ich schmökere gerne in deiner Gedankenmusik!
      Deine Art des Glücklich-Seins kann ich übrigens sehr gut nachempfinden, eine äußerst kluge Art dem Leben entgegen zu treten. Ich schicke dir ebenso alles Liebe und weiterhin viel Glück! 🙂

      Viel Schönes,
      Simon

      • Lieber Simon 😉
        zunächst einmal vielen Dank, dass ich dir folgen darf. Ich freue mich 😉
        Dann lass uns gemeinsam auf den Seiten des anderen schmökern *lächel*

        Zum Glücklichsein stecke ich auch übrigens immer ganz gerne am Morgen „imaginäre“ Bohnen in meine linke Tasche und bei jedem Glücksempfinden, sei es auch noch so klein, kommt eine Bohne in die rechte Hosentasche. Oft ist am Abend meine rechte Tasche voll und die linke leer. Wenn ich dann die Bohnen zähle, dann merke ich immer wieder, dass sich so Glück „anfühlen“ muss 😉

        Wünsche dir nun ein zauberhaftes Wochenende mit „ganz vielen Bohnen in der rechten Tasche“ und im Kreise deiner Lieben
        LG Heike

  4. Das Glück taucht immer ganz plötzlich auf. Einfach so. Es leuchtet auf wie eine Sternschnuppe und bleibt – manchmal nur für einen kurzen Moment, manchmal aber etwas länger. Man kann es nicht festhalten, es nicht suchen, es nicht zwingen. Uns bleibt immer nur, es mit offenen Augen willkommen zu heissen und es im Herzen zu bewahren – nämlich dann, wenn es in uns auftaucht, uns anlacht und wärmt.
    LG von Rosie

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