Musik in meinen Ohren

Aus einer aktuellen Zeit heraus lässt sich immer schwer atmen. Aus einer aktuellen Zeit heraus lässt sich eigentlich gar nicht atmen. Bloß der eigene träge Körper lässt sich tragen, der inhaltlich aufgeladen seine Umgebung entwirft und sie als Musik tanzend macht. Er entwirft ein unendliches Crescendo im Erleben, ein Piano im Gefühl. Ein tonales Verlangen nach Oberfläche in einer atonalen Welt. Aus einer aktuellen Zeit heraus geschieht nichts und wir treten einstimmig auf der Stelle, mühselig auch und andeutend. Liebestod und seine Tücken. Wir kochen in Teufels Küche im Suppentopf, schwimmen mit überschmackten Maggiwürfeln und fad niedergespritztem Rind. Gerade Gurken und schiefe Töne beigemengt. An dieser Suppe beißt man sich die Zähne aus. Tomatenhauptspatzkorn. Kompositionen von Kompost. Musik in meinen Ohren.

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3 Gedanken zu “

  1. Sie haben so eine merkwürdig faszinierende Wortgewohnheitenwahl, die weichsanft dahinplätschernd Leichtigkeit und Schwermut vermischt. Sehr ungewöhnlich, indes spannend und gleichsam aufrüttelnd, weil der Blick vielleicht auf Bekanntes, gleichwohl in neuen Kleidern, sozusagen, trifft. Gerne mehr! 🙂

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